Österreichpremiere für High-End CT Somatom Force am DZG

  • Somatom Force öffnet Computertomographie auch für sensible Patientengruppen
  • Früherkennungsuntersuchungen mit bis zu 50 Prozent weniger Röntgendosis
  • Patienten mit Niereninsuffizienz profitieren von deutlich reduzierter Kontrastmittelgabe
  • Optimierte Koronar-CT-Untersuchungen mit bisher unerreichter minimaler Strahlenbelastung von deutlich unter 1 mSv
Somatom Force, der neue Computertomograph (CT) von Siemens, wurde heute am DiagnostikZentrum Graz (DZG) österreichweit erstmals in Betrieb genommen. Der High-End-CT bietet sich besonders bei sensiblen Patientengruppen wie etwa sehr jungen Patienten, solchen mit Nieren¬insuffizienz sowie Schwerkranken und Adipösen als Instrument der individualisierten Diagnostik an.

„Unsere Patienten profitieren ab heute vom modernsten Scanner am Markt. Unter der Devise ‚verantwortungsvoll scannen‘ kommen wir künftig zum Beispiel bei Vorsorgeuntersuchungen mit bis zu 50 Prozent verminderter Dosis aus. In einer Gesamtbevölkerung mit einer sehr komplexen Alters- und Krankheitsstruktur ist dieser neue CT-Scanner-nicht zuletzt auf Grund der teils dramatisch verringerten Strahlendosis- der Problemlöser für jede radiologische Fragestellung bei praktisch allen Patienten. Mein Ziel ist es daher, das DZG zur regionalen Anlaufstelle für CT-Untersuchungen – auch von umliegenden Krankenhäusern - zu etablieren“, erklärt Institutsleiter Univ.-Doz. Dr. Peter Kullnig vom DZG. 

„Somatom Force setzt viele bisher limitierende Faktoren der Computertomographie außer Kraft. Wir freuen uns, dass wir mit der österreichischen Erstinstallation in Graz ein neues Zeitalter der CT-Scans einläuten können. Von der langjährigen Partnerschaft zwischen Siemens und dem DZG profitieren letztendlich die Menschen, denen dosisreduzierte Scans und genaue, zuverlässige Ergebnisse Sicherheit geben“, sagt Wolfgang Köppl, Leiter des Siemens-Sektors Healthcare in CEE.



So profitieren Patienten mit Niereninsuffizienz von der deutlich reduzierten Kontrastmittelgabe. Früherkennungsunter¬suchungen und funktionale 4-D-Bildgebung lassen sich mit bis zu 50 Prozent weniger Röntgendosis durchführen. Damit kann dieses Verfahren routinemäßig eingesetzt werden und die Ärzte können schneller und fundierter über individuell geeignete Tumortherapien entscheiden.

Die Vorteile des neuen Siemens-Computertomographen Somatom Force lassen sich anhand von vier Anwendungsbeispielen darstellen: 

  1. Patienten mit Niereninsuffizienz profitieren von deutlich reduzierter Kontrastmittelgabe
  2. Krebsfrüherkennung mit bis zu 50 Prozent weniger Röntgendosis
  3. Extrem schneller Scanmodus ermöglicht Herz- und Lungenuntersuchungen ohne Atemanhalten 
  4. Präzise Diagnostik dank 4-D-Bildgebung bringt hohen Mehrwert in der Therapiekontrolle


1. Geringere Kontrastmittelgabe entlastet die Nieren

Bis zu 20 Prozent der Patienten leiden unter Niereninsuffizienz. Jodhaltige Kontrastmittel können gerade bei Älteren und chronisch Kranken eine zusätzliche Belastung für die Nieren darstellen. Wie erste Untersuchungen an der Medizinischen Fakultät Mannheim zeigen, lässt sich die durchschnittliche Kontrastmittelmenge von 90 bis 110 Millilitern (ml) bei Thoraxuntersuchungen auf 25 bis 35 ml verringern. Möglich wird dies durch die beiden Vectron-Röntgenröhren des Somatom Force, die routinemäßige Untersuchungen bei besonders niedrigen Röhrenspannungen von 70 bis 100 Kilovolt erlauben. So steigt das Kontrast-Rausch-Verhältnis, die Kontrastmittelmenge kann entsprechend gesenkt werden. 

2. Krebsfrüherkennung mit bis zu 50 Prozent weniger Dosis

Bei der Krebsprävention hat sich durch die US-amerikanische Lungenkrebs-Screening-Studie NLST eine Prioritätenverschiebung ergeben: Ein Ergebnis der Studie ist, dass sich die Mortalitätsrate um 20 Prozent senken lässt, wenn die Früherkennung von Lungenkrebs mit Niedrigdosis-CT durchgeführt wird statt mit herkömmlichem Thorax-Röntgen. Für solche Früherkennungs¬untersuchungen bietet sich Somatom Force aufgrund seiner bisher unerreichten Niedrigdosiswerte ganz besonders an. Unter¬suchungen der UMM zeigen, dass mit Somatom Force Dosiswerte von 0,1 mSv für einen Lungen-Scan realisierbar sind – selbst in klinischer Routine. 

3. Herz-undThoraxdiagnostik ohne Atemanhalten

Ein extrem schnelle Scanmodus mit einer Akquisitionsgeschwindigkeit von knapp 400 Millimetern in der Sekunde ermöglicht es, den gesamten Thorax in etwa einer Sekunde darzustellen. Soll ein größerer Körperbereich abgedeckt werden, lassen sich dank der schnellsten Akquisitions-geschwindigkeit auf dem Markt von 737 mm/s sogar ganze Thorax-Abdomen-Untersuchungen in nur einer Sekunde durch¬führen. Atemanhalten könnte damit unnötig werden
 
(VERLÄSSLICHE UND ROBUSTE KORONARBILDGEBUNG BEI GERINGSTER DOSIS)
In der Herzdiagnostik spielt der Somatom Force ebenso seine Überlegenheit aus. Mit einer zeitlichen Auflösung von 66 ms kann nun der gesamte Koronarbaum selbst bei höheren Herzfrequenzen verlässlich und artefaktfrei abgebildet werden. Besonders hervorzuheben ist aber, dass diese verbesserte verlässliche Diagnostik mit einer dramatischen Reduktion der Strahlendosis einhergeht. Waren mit den Geräten der 64-Zeilen-Generation noch Dosiswerte von 10 bis 20 mSv an der Tagesordnung, kann mit dem Somatom Force im Routinebetrieb  eine Koronar-CT-Untersuchung mit Dosiswerten von deutlich unter 1 mSv durchgeführt werden.(zum Vergleich: die natürliche Strahlenbelastung beträgt in Österreich ca.4 mSv.)

4. Präzise Diagnostik für individuelle Therapie

Einen hohen Mehrwert kann Somatom Force auch in der Therapiekontrolle liefern. Hierfür ist die 4-D-Bildgebung, die neben der Morphologie auch die Funktion der Organe und Gefäße darstellt, von wesentlicher Bedeutung. Damit können zusätzliche Informationen über Primärtumoren und Metastasen gewonnen werden. Nachteil dieser dynamischen Perfusion sind die bisher hohen Dosiswerte von unter Umständen über 50 Millisievert (mSv) für eine Leberdarstellung. Diese Dosis kann mit Somatom Force um mehr als die Hälfte gesenkt wer¬den. In einem der Fälle an der Medizinischen Fakultät Mannheim reichten dafür sogar 14,7 mSv aus. Angesichts solcher Werte wird es nun möglich, das Verfahren routinemäßig einzusetzen und somit schneller und fundierter über individuell geeignete Therapien zu entscheiden.

Nebenbei kann dies helfen, Medikamente zum Preis von monatlich mehreren tausend Euro effizienter einzusetzen und die Gesamtkosten der Therapie zu senken. Um den richtigen Moment für einen möglichen Therapiewechsel zu erkennen, wird üblicherweise ein langfristiges CT-Monitoring eingesetzt. Dabei ist  die erheblich reduzierte kumulierte Strahlendosis des Somatom Force von enormem Vorteil. 

Mit dem High-End-Computertomographen Somatom Force werden somit nicht nur sensible Patientengruppen besser versorgt, es  wird die Strahlendosis in einem bisher nicht erreichten Ausmaß gesenkt und damit die Einsatzbereiche erweitert.

Doz.Dr. Kullnig erklärt: „Für uns im DiagnostikZentrum bedeutet der Somatom Force das Einleiten einer neuen Ära – weg vom herkömmlichen Röntgen als Technologie des 19./20.Jahrhunderts- hin zu individualisierter Diagnostik mit der patientenfreundlichen, schonenden Computertomographie des Somatom Force.“

Download Pressemitteilung "Österreichpremiere für High-End-CT Somatom Force am DZG Graz



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